Deutsch oder Englisch?Author: claudia

Die ersten Merkmale einer bilingualen Spracherziehung zeigen sich nun – Aaron wirft neuerdings einen Satz aus einem Gemisch von Deutsch und Englisch um sich. Es klingt manchmal nach “What’s this?” und manchmal nach “was-is-as?”. Immerhin hat es die gleiche Bedeutung – das macht die Sache einfach. ;-)

Mit jedem Mal, wenn Aaron sein “What’s this?” oder “Was-is-as?” loslaesst, zeigt er mit dem Zeigefinger auf alles moegliche, was seinen Weg kreuzt. Ob das meine Kaffeetasse auf dem Tisch ist oder mein Oberschenkel, alles aber auch alles wird erfragt, was es ist.

Ansonsten ist sein Sprachschatz noch relativ begrenzt, ausser Mama, Dada, Nana (fuer Banane), bittebitte, neinnein ist noch nicht viel zu vermelden. Ach so, doch – da ist noch ein Wort: “rrrranna”, leider hab ich aber keinen blassen Schimmer, was das heissen soll. :-D Bewundernswert ist allerdings, dass Aaron das “r” richtig lange rollt – so gut rollt, wie das nur ein Spanier kann.

Was noch sehr auffaellig ist, dass Aaron auf ein NO als nein eher reagiert und entsprechend reagiert, als auf ein NEIN, obwohl er in der Lage ist NEIN zu sagen, aber nicht NO.

Mein Gefuehl sagt mir, dass Aaron eher deutsch sprechen wird als englisch. Er hoert jedoch beide Sprachen gleich oft. Es bleibt spannend. :-) Fakt ist, dass er viel mehr versteht, als ich angenommen habe, denn diverse Dinge, wie z.B. wenn ich sage: “Komm, wir gehen Zaehne putzen!” – rennt er los und ist erster im Badezimmer und streckt sich nach seiner Zahnbuerste.

Es macht mit jedem Tag mehr Spass mit ihm zu reden und dabei zu sehen, was er versteht und wie er sich entsprechend dabei verhaelt. Der Lerneffekt macht auch nicht vor Daddy halt, denn dieser lernt gleich noch ein paar Brocken Deutsch dazu. ;-)

Categories: Entwicklung

Saturday, August 9th, 2008 at 3:06 am and is filed under Entwicklung. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

5 comments

  1. Posted by Reer 10th November, 2008 at 9:58 am

    Ich kenne das, mein Sohn Marlon wird 3-sprachig erzogen: Französisch deutsch und polnisch. Er bildet vor allem deutsch und französisch in seinen Sätzen.
    Wie alt ist der Aaron?

  2. Posted by Dirk 9th June, 2009 at 7:54 am

    Eine bilinguale Erziehung bringt den Kindern wirklich sehr viel. Die frü gelernten Sprachen sind in einem anderen Bereich des Gehirns lokalisiert als wenn man sie später lernt. Einziger Nachteil: Das Kind lernt wohl etwas langsamer. Weiterhin noch viel Spaß und viele Grüße aus Bonn! Die schönste Zeit fängt jetzt an!

  3. Posted by Thomas 30th October, 2009 at 9:53 am

    Meine Cousine wurde auch bilingual erzogen. Die Mutter sprach mit ihr nur Deutsch und der Vater nur russisch.
    Sie ist jetzt 5 und man merkt, dass sie zwar das russische versteht und ein paar Wörter sagt, jedoch spricht sie fast nur Deutsch.
    Das liegt natürlich auch am Umfeld im Kindergarten etc…
    Jedoch finde ich, dass sowas durchaus sinnvoll ist und dem Kind nur gutes bringt!

  4. Posted by Melanie 26th May, 2010 at 8:41 pm

    Ich halte das für sehr sinnvoll. Bei uns im Kindergarten wird auch schon sehr früh Englisch unterrichtet – das ist natürlich mit einer bilingualen Erziehung zu vergleichen – aber den Ansatz finde ich auch schon sehr gut. Gerade Englisch wird den Kindern einmal sehr nützlich sein. In der Arbeitswelt kommt man ja heute ohne kaum noch aus…

  5. Posted by Franziska 5th July, 2010 at 1:57 pm

    Hallo.
    ich bin selber zweisprachig aufgewachsen. Es hat Vor-und Nachteile: Die Vorteile sind wohl jedem klar, allerdings hat man manchmal den Eindruck in keiner Sprache 100% muttersprachler zu sein. In der einen Sprache fehlt einem die Kultur des Landes, da man ja in dem anderen Land wohnt. Aber Kultur gehört zu einer Sprache dazu…

Leave a reply